Wer bin ich – und wer werde ich?
Zwischen meinen Rollen spannt sich mein Leben auf, ein schmaler Grat zwischen dem gelebten und dem womöglichen Ich.
Dieses Bild zeigt keinen Widerspruch, sondern ein inneres Gleichzeitiges.
Ein Gesicht hebt sich nach oben – still, lauschend, fast entrückt. Es sucht Erkenntnis jenseits des Lärms, jenseits des Körpers.
Das andere bricht aus. Es schreit. Ungefiltert, roh, unaufhaltsam.

Farbe wird hier zum inneren Echo, Gestik zur Sprache dessen, was sich nicht mehr zurückhalten lässt.
Kein körperlicher Schmerz ist sichtbar – und doch ist er da.
Ein psychischer Schmerz, der keinen Ort findet, außer im Ausdruck selbst.
Der Januskopf ist kein Ornament.
Er ist ein Spannungsraum.
Ein Ort, an dem Erkenntnis und Überforderung, Stille und Ausbruch, Hoffnung und Zumutung gleichzeitig existieren.
Ich blicke nach innen – und werde dabei nach außen gezwungen.