Der Hase von Dürer – von der Renaissance zur Pop Art

„Der Hase – Von der Renaissance zur Pop Art“

Ausgangspunkt meines Projekts ist Albrecht Dürers ikonischer Feldhase – ein Sinnbild für Präzision, Naturstudium und handwerkliche Meisterschaft.

"Der Feldhase, ein Aquarell von Albrecht Dürer. Das Original ist in Der Albertina, Wien"

In meiner Interpretation überführe ich dieses Motiv in die Bildsprache der Pop Art, inspiriert von Roy Lichtenstein. Rasterpunkte, klare Farbflächen und geometrische Elemente ersetzen die illusionistische Feinmalerei. Der naturalistische Hase wird zum grafischen Zeichen.

Mit meinem Projekt „Der Hase von Albrecht Dürer“ begebe ich mich bewusst in einen künstlerischen Dialog über fünf Jahrhunderte hinweg. Ausgangspunkt ist Albrecht Dürers berühmtes Werk Der Feldhase – ein Meisterstück der Naturbeobachtung, der Präzision und der Hingabe an das Detail.

Meine Arbeit löst dieses ikonische Motiv aus seinem historischen Kontext und überführt es in eine Bildsprache, die von Roy Lichtenstein geprägt ist. Die fein modulierte Aquarellmalerei der Renaissance wird reduziert, gebrochen und neu codiert: Rasterpunkte, klare Farbflächen, harte Konturen und geometrische Elemente ersetzen das illusionistische Naturstudium.

Der naturalistische Hase wird zur Chiffre.
Er wird Fragment.
Er wird Zeichen.

Die Ben-Day-Dots – Sinnbild industrieller Reproduzierbarkeit – stehen im Kontrast zur Einmaligkeit des Originals. Zwischen Handwerk und Mechanisierung, zwischen Aura und Massenbild, zwischen Renaissance und Pop Art entsteht ein Spannungsfeld.

Ich verstehe diese Serie als Bogen:
von der kontemplativen Naturstudie zur medialen Ikone,
vom Einzelstück zum kulturellen Zitat,
vom Stillstand zur Bewegung.

Indem ich Dürers Hase dekonstruiere und neu zusammensetze, stelle ich Fragen nach Originalität, Reproduktion und Zeitgeist. Was bleibt von einem Meisterwerk, wenn es durch die Ästhetik der Pop Art gefiltert wird? Wann wird ein Bild zum Symbol?

Mein „Hase“ ist keine Kopie, sondern eine Transformation.
Er ist Hommage und Kommentar zugleich.
Er verbindet Vergangenheit und Gegenwart – und öffnet den Raum für einen zeitübergreifenden Dialog der Bildkulturen.

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