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Bildbetrachtung – als Anklage
Dieses Bild ist keine neutrale Beobachtung, sondern eine Anklage.
Die Natur tritt nur noch als Hintergrunderscheinung auf – zurückgedrängt, überlagert, beinahe erstickt von den Zeichen menschlicher Expansion. Die Berge sind zwar noch sichtbar, doch ihr Raum ist beschnitten, ihr Atem genommen. Der freie Blick auf die Landschaft ist verstellt.
Mit diesem Werk verdichtet sich die Idee des „Dolce Vita“ zu einem existenziellen Spannungsfeld. Verführung und Fall, Glanz und Abgrund stehen in unmittelbarer Nachbarschaft. Die ikonografischen Elemente – High Heel, geflügelte Figur, fragmentierte Körper – sind keine Illustrationen, sondern Chiffren für ein Lebensgefühl, das zwischen Ekstase und Selbstverlust oszilliert.
Die intensive Farbdramaturgie verstärkt diese Ambivalenz: leuchtende Akzente durchbrechen das Dunkel, ohne es aufzulösen. Schönheit bleibt präsent – doch sie trägt bereits den Schatten in sich.
„Der Preis der Leichtigkeit“ ist ein Werk für Sammler, die das Unbequeme schätzen. Für Betrachter, die hinter der Oberfläche lesen und die Mehrdeutigkeit als Qualität begreifen.
Ein kraftvolles Statement über Maß, Begehren und die Fragilität des menschlichen Gleichgewichts.
Acryl auf Leinwand 101 x 81 cm
ohne Rahmen – ein Rahmen kann zusätzlich Angeboten werden.
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Ausschnitte aus dem Werk
Mit meinem Projekt „Der Hase von Albrecht Dürer“ begebe ich mich bewusst in einen künstlerischen Dialog über fünf Jahrhunderte hinweg. Ausgangspunkt ist Albrecht Dürers berühmtes Werk Der Feldhase – ein Meisterstück der Naturbeobachtung, der Präzision und der Hingabe an das Detail.
Meine Arbeit löst dieses ikonische Motiv aus seinem historischen Kontext und überführt es in eine Bildsprache, die von Roy Lichtenstein geprägt ist. Die fein modulierte Aquarellmalerei der Renaissance wird reduziert, gebrochen und neu codiert: Rasterpunkte, klare Farbflächen, harte Konturen und geometrische Elemente ersetzen das illusionistische Naturstudium.
Der naturalistische Hase wird zur Chiffre.
Er wird Fragment.
Er wird Zeichen.
Die Ben-Day-Dots – Sinnbild industrieller Reproduzierbarkeit – stehen im Kontrast zur Einmaligkeit des Originals. Zwischen Handwerk und Mechanisierung, zwischen Aura und Massenbild, zwischen Renaissance und Pop Art entsteht ein Spannungsfeld.
Ich verstehe diese Serie als Bogen:
von der kontemplativen Naturstudie zur medialen Ikone,
vom Einzelstück zum kulturellen Zitat,
vom Stillstand zur Bewegung.
Indem ich Dürers Hase dekonstruiere und neu zusammensetze, stelle ich Fragen nach Originalität, Reproduktion und Zeitgeist. Was bleibt von einem Meisterwerk, wenn es durch die Ästhetik der Pop Art gefiltert wird? Wann wird ein Bild zum Symbol?
Mein „Hase“ ist keine Kopie, sondern eine Transformation.
Er ist Hommage und Kommentar zugleich.
Er verbindet Vergangenheit und Gegenwart – und öffnet den Raum für einen zeitübergreifenden Dialog der Bildkulturen.
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In diesem Werk verdichtet sich Landschaft zur Vision. „Fata Morgana“ zeigt eine Ortschaft – nicht wie gewohnt horizontal in die Weite gelegt, sondern senkrecht in die Landschaft gestellt. Architektur wird zum Zeichen, zur Erscheinung, die sich gegen die natürliche Ordnung erhebt. Häuser, Formen und Linien scheinen zu schweben, sich aufzulösen und zugleich neu zu ordnen.
Ein Kreuz steht auf einem Bogen oder Hügel – ein stilles, beinahe entrücktes Symbol. Es wirkt wie ein Fixpunkt inmitten der Bewegung, ein Anker zwischen Himmel und Erde. Umgeben von leuchtenden Regenbogenfarben entfaltet sich eine Atmosphäre zwischen Hoffnung, Transzendenz und Täuschung. Die Farbigkeit changiert zwischen kühlen Blau- und Grüntönen und warmen roten Akzenten. Sie erzeugt Tiefe, Spannung und eine fast traumartige Lichtstimmung.
Wie eine Luftspiegelung in der Wüste spielt das Bild mit Wahrnehmung und Wirklichkeit. Was ist fest? Was ist Illusion? „Fata Morgana“ lädt dazu ein, genauer hinzusehen – die Grenzen zwischen Architektur und Landschaft, zwischen Realität und Vision verschwimmen.
Dieses Gemälde ist ein kraftvolles Statement für Räume, die mehr sein wollen als Dekoration. Es spricht von Hoffnung, Orientierung und der Fragilität unserer Wahrnehmung. Ein Werk, das nicht nur betrachtet, sondern erlebt werden möchte.
Acryl auf Leinwand 100 x 90 cm
ohne Rahmen – ein Rahmen kann zusätzlich Angeboten werden.
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